Tourismus
Trotz aller Herausforderungen die der Tourismus mit sich bringt, belegen gerade die Zahlen dieser Branche die wirtschaftliche Abhängigkeit unserer Region. Wobei vorausgeschickt werden muss: Der Fokus soll hier auch weiterhin auf qualitativ hochwertigem Übernachtungstourismus liegen, der für die Einheimischen existenziell ist.
Laut einer Studie des Deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr und Angaben der Gemeinden zählen die Region Ammergauer Alpen sowie die Gemeinden Schwangau und Halblech jährlich knapp 2 Millionen Übernachtungen zu Füßen des Ammergebirges.
Allein auf der oberbayerischen Seite des Ammergebirges wurde dadurch im Jahr 2017 ein Umsatz von rund 100 Millionen Euro erzielt. Den Großteil setzten gewerbliche Betriebe (über 80 Millionen Euro) mit mehr als zehn Betten um. Es folgen Privatvermieter (knapp 20 Millionen Euro) und mit einem geringen Anteil Campingeinrichtungen. Tagestouristen brachten dagegen einen zusätzlichen Umsatz von 70 Millionen Euro.
Nach allen Abzügen belaufen sich die touristischen Einnahmen im Ammertal östlich von Halblech auf 84 Millionen Euro und liefern damit 23 Prozent des relativen Beitrags zum Primäreinkommen. Demnach wären dort 3070 Menschen Bezieher des durchschnittlichen Primäreinkommens von 27.337 Euro.
Neben direkten und indirekten Profiteuren des Tourismus liefern aber auch zahlreiche weitere Personen wichtige Anreize für Besucher – und das ehrenamtlich. Nur eines der zahllosen Beispiele sind hier die Berufsjäger. Um Besuchern das Ammergebirge, seine Schönheit und auch Funktionsweise näher zu bringen, organisieren sie zusätzlich zu ihren vielfältigen Aufgaben Führungen durch ihre Reviere.
Besucherlenkungsmaßnahmen unter dem Motto „Dein Freiraum, mein Lebensraum“ klären zusätzlich über die Sensibilität des Naturraums und die Kulturlandschaft auf.