Trinkwasser

Wie direkt abhängig Einzelpersonen von der Bewirtschaftung des Ammergebirges sind, wird bei der Betrachtung des Themas Trinkwasser überdeutlich. Das Trinkwasser der meisten Anrainergemeinden und auch der Stadt Füssen kommt aus dem Ammergebirge. In den Gemeinden, die sich unserem Verein angeschlossen haben, und der Stadt Füssen sind damit allein über 52.400 Einwohner persönlich betroffen. Jeder Einzelne von ihnen verbraucht nach deutschem Durchschnitt jährlich rund 50000 Liter Wasser.

Durch Aufforstung, Naturverjüngung und Entwicklung von naturnahen Mischwäldern durch die Forstwirtschaft entstehen gesunde Wälder mit Filterfunktion. Pilze und zahlreiche Mikroorganismen im Waldboden sorgen für eine Aufbereitung des Wassers, das anschließend ohne kostspielige Reinigung als Trinkwasser genutzt werden kann. Und das nicht nur in den zahlreichen Wasserschutzgebieten: Im gesamten Ammergebirge sorgt der Wald für Wassernachhaltigkeit und schützt vor einer Wasserknappheit, die in Zeiten des Klimawandels ein Thema der Zukunft ist. Derzeit hat das Ammergebirge sogar Potenzial die Trinkwasserversorgung weiterer Kommunen abzudecken.

Aber nur nachhaltig bewirtschafteter Mischwald hält in der oberen humusreichen Schicht pro Hektar durchschnittlich zwei Millionen Liter Niederschlagswasser zurück. Auf die Waldfläche des Ammergebirges hochgerechnet sind das 30 Milliarden Liter Trinkwasser, die nachproduziert werden und für deren chemische Reinigung die Bewohner in den Gemeinden sonst tief in die Tasche greifen müssten. Vom Qualitätsverlust für alle Nutzer ganz abgesehen.